Somme-r-Ballade

Städte und Museen
Die Region Hauts-de-France liegt ganz im Norden Frankreichs und hat kulturell unheimlich viel zu bieten. Auf dieser Seite können Sie sich auswählen, welche Orte Sie entdecken möchten. Vorschläge für mehrtägige Reiseleitungen finden Sie hier.
Die Städte sind in alphabetischer Reihenfolge gelistet, die Ankerlinks auf der Karte funktionieren nur auf dem PC und nicht auf dem Handy und Tablett.

Albert
Im Zentrum eines Spaziergangs zwischen Rathaus und Bahnhof steht die Basilika im neo-byzantinischem Stil, die innerhalb von 40 Jahren gleich zwei Mal an derselben Stelle errichtet wurde. Auf dem Weg laden zahlreiche Art-Deko-motive zum Fotografieren ein.

Amiens
Die größte gotische Kathedrale der Welt steht in der Stadt Jules Vernes, der in Amiens seine Romane schrieb. In seinem Wohnhaus ist ein Museum eingerichtet worden. Fußläufig erreicht man die Schwimmenden Gärten, die man auf verschiedene Weise erkunden kann. Besonders schön ist dies im Rahmen des Festivals Art&Jardins, weil man dort die Barke selber steuert und auf den Inseln Gartenkreationen und bildende Kunst entdecken kann. Unbedingt Zeit für ein Picknick einplanen!

Arras
155 Hausfassaden im Stil de flämischen Renaissance umrahmen die beiden großen Plätze der liebenswerten Hauptstadt des Artois. Der Blick vom Belfried – über Aufzug und 40 Stufen – ist beeindruckend. Wie alt sind wohl diese Häuser?


Beauvais
Eigentlich hätte die Kathedrale von Beauvais noch größer als die von Amiens werden sollen. Der beeindruckende Chor und das Querhaus haben immerhin das höchste gotische Gewölbe und direkt daneben steht noch ein Teil des Langhauses aus vorkarolingischer Zeit. Buntglasfenster aus verschiedenen Epochen lassen sich gut vergleichen.

Bergues
Schon etliche Jahre alt, aber immer noch beliebt ist der Film « Herzlich willkommen bei den Ch’ti ». Bei dem Rundgang durch Bergues erfahren Sie mehr über die Dreharbeiten in diesem Ort. Der Belfried ist zu besichtigen und beherbergt eine ausgezeichnete Ausstellung über die Geschichte dieser Glockentürme, die Teil des Weltkulturerbes sind.

Béthune
Der Belfried von Béthune steht im Zentrum des Platzes, der nach dem Ersten Weltkrieg im Art Deco Stil aufgebaut wurde. Die Kirchenfenster erzählen die Geschichte der Stadt.

Boulogne-sur-mer
Am beeidruckendsten ist der große Fischereihafen, der gegenüber der historischen Stadt liegt und deren Geschichte auf die Römerzeit zurückgeht. Nicht nur Napoleon hat von hier aus Richtung England geschaut. Nördlich der Stadt genießt man den Blick von den Klippen und den Felsnasen Cap Blanc Nez und Cap Gris Nez.

Calais
Wer bisher in Calais nur den Fährhafen gesehen hat, sollte das nächste Mal einen längeren Halt einlegen und seine Meinung über diese spannende Stadt ändern. Nicht nur die Skulpturen Rodins auf dem Rathausplatz, auch das Rathaus selbst, der Fischereihafen, die Kirche im englischen Stil, die Strandpromenade an der man auf einem mobilen Drachen spazieren kann und nicht zuletzt das riesige Museum über die Spitzenproduktion sind einen längeren Aufenthalt wert.

Cambrai
Die beiden Riesen auf dem Rathausturm setzen sich stündlich in Bewegung und schlagen mit ihren Hämmern auf die Glocken. Das gibt dem Großen Platz seine typisch nordfranzösische Stimmung. Die Stadt der drei Glockentürme vermittelt Architektur aus 5 Jahrhunderten und eine zweitausendjährige Geschichte. Außerdem ist sie nicht weit von Henri Matisses Geburtsort entfernt.

Cassel
Im Herzen Flanders steht ein einsamer Berg, auf dem eine kleine Stadt ruht. Kopfsteinpflaster, Estaminets zum Einkehren, eine Windmühle und ein Museum, das auf flämische Kunst spezialialisiert ist und eine großartige Aussicht auf das umliegende Land, laden zum Verweilen ein. Am Fuße des Berges wächst ein Garten, der besonders im Frühjahr beeindruckt.

Chantilly
Hier kann man lecker Chantilly essen, das ist Schlagsahne, die hier erfunden worden sein soll! Aber in Chantilly kann man außerdem die zweitgrößte Kunstsammlung Frankreichs nach dem Louvre besuchen, die Pferdeställe besuchen, die so groß wie ein Schloss sind und durch den Garten Le Nôtres streifen, den er selbst noch lieber als seine Gärten in Versailles mochte!

Chateau-Thierry
Der Süden der Aisne wartet mit einem anderen Klima auf. Hier wachsen die Reben, die auch in den Champagner kommen, einige Keller wie Metayer und Pannier kann man in der Aisne auch besuchen. Die Fabeln von La Fontaines werden in seinem Wohnhaus in Erinnerung gerufen. Natürlich gibt es auf dem Berg eine Burganlage, von der man auf die Marne blicken kann. Von Château-Thierry aus erreicht man leicht zwei weitere Orte: das Felsenchaos in Coincy, das Camille Claudel in ihrer Kindheit regelmäßig besuchte und das Schloss Condé, das eng mit der Geschichte des französischen Königshauses verbunden ist.

Compiègne
In der Jakobuskirche hat Johanna von Orleans kurz vor ihrer Gefangennahme gebetet und auch sonst begegnet man der französischen Nationalheiligen auf Schritt und Tritt in Compiègne. Die Stadt liegt wunderbar am Fluss Oise und in der Nähe eines großen Waldes. Hier jagten Napoleon III. und seine Frau Eugenie, bevor sie sich im Schloss erholten, dessen Park sie umgestalten ließen. Im Wald befindet sich auch eine Kopie des Eisenbahnwagons, in dem zwei Waffenstillstände unterschrieben wurden.

Doullens
In Doullens befindet sich Frankreichs älteste Zitadelle, in der man sogar einen Teil der Galerien durchlaufen kann. Hier mischen sich spanische und französische Geschichte, hier wohnten französische Pieds-noirs, nachdem sie Algerien verließen, hier saßen Revolutionäre und Frauen in Haft. In der Stadt befindet sich unter anderem ein typischer Belfried in der Kirche ist eine Grabeslegung aus dem 16. Jahrhundert zu finden.

Dünkirchen
Auf den Spuren des Piraten Jean Bart oder des Herings an einem der wenigen Orte Frankreichs in dem Karneval gefeiert wird, anschließend Spaziergang auf der Promenade zwischen feinem Sandstrand und Villen aus der Zeit der Jahrhundertwende. Dünkirchen ist auch der Drehort mehrerer Filme, unter anderem Herzlich willkommen bei den Ch’ti.

Gerberoy
Kennen Sie das Label der « Schönsten Dörfer Frankreichs »? Dann wissen Sie, dass Sie in diesem Ort Halt machen müssen, um den Rosenort zu besuchen, den der Maler Le Silvaner im späten 19. Jahrhundert zu seinem Wohnsitz erwählte. Der Vorteil gegenüber den anderen Dörfern ist, dass Gerberoy nicht total überlaufen ist und Zeit zum Betrachten lässt!

Guise
Eine Sozialutopie, die im 19. Jahrhundert Wirklichkeit wurde und hundert Jahre funktionierte: Das Familisterium ist eine einmalige Gelegenheit, über unser Wohnen und Zusammenleben nachzudenken. Schwimmbad und Waschraum, Grundschule, und Theater, Garten und Arbeitsplatz, alles hat der Erfinder Godin durchdacht, und alle Gebäude werden wieder genutzt. Guise liegt direkt an der EuroVelo 3.

Laon
Der bekrönte Berg, so nennt man die Anhöhe, auf der die Stadt errichtet wurde. Und tatsächlich wirken die Türme der Kathedrale wie eine Krone. Dazu passen die schmalen Gassen und steinernen Fassaden, die alten Höfe und Kapellen.

Lens
Im ehemaligen Bergbaugebiet mischen sich Bergehalden mit Bauten aus den 1920er Jahren, wie zum Beispiel ein Bahnhof, der wie eine Dampflok aussieht, Zechenanlagen und -siedlungen sowie Fußballfieber mit dem Abenteuer des Louvre-Lens.

Louvre-Lens
Seit 2012 zeigt der Louvre Werke in einem tollen Gebäude, das von dem japanischen Architekturbüro SANAA auf das Gelände einer ehemaligen Zechenanlage errichtet wurde. Die Galerie der Zeit ermöglicht eine chronologische Reise durch die verschiedenen Zivilisationen aus den Abteilungen des Pariser Louvre. Jedes Jahr wechseln 10 Prozent der ausgestellten Werke, weitere Wechselausstellungen, Einblicke in die Museumsberufe, Schaudepots ein Park, Museumscafé und ein Picknickraum laden zum Verweilen ein.

Le Touquet
Die Stadt am Meer hat sich den Beinamen – Paris Plage – zugelegt. Im 19. Jahrhundert entstanden hier zahlreiche Villen und luxuriöse Hotels, um die mondäne Welt zum Badeurlaub zu empfangen. Außerdem befinden sich hier eine ausgezeichnete Restaurantschule und eine der ersten Kirchen mit dem Namen Johanna von Orléans.

Le Cateau-Cambrésis
Henri Matisse hat seinem Geburtsort zu Lebzeiten einige Gemälde geschenkt, die inzwischen im Palais Fenelon des Ortes Le Cateau-Cambrésis untergebracht sind. Weitere Sammlungen ergänzen die Werke des Künstlers, der auch Buntglasfenster entworfen hat. In Le Cateau gibt es auch einen Belfried und eine Brauerei sowie einen Park direkt hinter dem Museum.

Lille
Die viertgrößte Stadt Frankreichs ganz im Norden bietet auf Schritt und Tritt eine neue Geschichte und quirliges Leben. Dicht beieinander liegen Börse, Oper, Handelskammer, Kathedrale und das Hotel, in dem Mozart als Kind übernachtete. Heute ist die Metropole auch als Universitätsstadt bekannt. Und ein Estaminet liegt neben dem anderen, in denen man einkehren und Maroilleskäse testen kann.

Villa Cavrois
Die Region rund um Lille wurde lange Zeit von der Textilindustrie geprägt. In Croix ließ sich der Fabrikbesitzer Cavrois vom Architekten Stevens-Mallet ein modernes Wohnhaus für seine Familie errichten. Dieses wurde nach langjährigem Stillstand nach den Fotografien aus dem Jahr 1932 originalgetreu wieder eingerichtet. Ein totales Kunstwerk!

PBA, LAM - Museen der Metropole Lille
Eine der bedeutendsten Sammlungen Frankreichs nach dem Louvre befindet sich in Lille. In dem wahrhaft palastartigen Gebäude des Palais des Beaux-Arts befinden sich Werke von der Antike bis zu den Impressionisten des 19. Jahrhunderts. Eine Besonderheit sind die Modelle der befestigten Städte, die Ludwig XVI. anfertigen ließ. Zwei Werke Goyas haben einen besonderen Platz in der Ausstellung, sowie die Impressionisten. Noch morderner wird es im Lille Art Moderne, Neben Picasso, Modigliani und Braque finden hier auch werke der « rohen Kunst » Platz. Ein großartiger Standort für Kunst ist auch das Museum in Roubaix, das in einem ehemaligen Schwimmbad untergebracht ist.

Mailly-Maillet
Nur wenige haben das Glück, die Türen der kleinen Kapelle aus dem 18. Jahrhundert geöffnet zu finden und die Statue Francoise-Antoinettes zu entdecken, die ihr Mann, der Marquis von Mailly in Erinnerung an sie errichten ließ. Am anderen Ende der grünen Allee steht eine Kirche mit einer Fassade aus dem 16. Jahrhundert.

Moreaucourt
Die Ruinen eines Priorat wurden im Rahmen eines Schülerprojekts frei gelegt, das Gelände zu einem Garten zwischen Mauern und Hecken umgewandelt. Der Garten sammelt vor allem Iris, der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der Mai. Aber auch später im Jahr gobt es zahlreiche Fotomotive und Erläuterungen zur Geschichte by Julia!

Naours
Die unterirdische Stadt wird momentan komplett restauriert und ist geschlossen.

Noyon
Direkt neben der Kathedrale befinden sich die alte Bibliothek der Domherren und ihre Wohnhäuser. Das kleine angrenzende Museum erklärt anschaulich die verschiedenen Etappen der Erforschung des frühgotischen Baus.

Parfondeval
Eines der zwei schönsten Dörfen Frankreichs in den Haut-de-France inmitten der Thierache – dem Land des Maroilleskäses und der Wehrkirchen, die es zugleich zu entdecken gilt. Wie wäre es mit einer Partie Boules am Dorfweiher?
Weitere spannende Wehrkirchen gibt es zwischen Guise und Parfondeval zu entdecken.

Péronne
Die steinerne Stadt war schon zur Merowingerzeit befestigt und liegt direkt an der Somme. Die im Weltkrieg zerstörte Stadt hat mehrere denkmalgeschützte Gebäude baugleich restauriert, aber auch Art-Deko-elemente befinden sich an den Fassaden der Wohnhäuser. In der Burganlage aus dem 13. Jahrhundert befindet sich, um einen Neubau ergänzt, das Historial de la Grande Guerre, das die kulturgeschichtlichen Aspekte des Ersten Weltkriegs in vergleichender Perspektive viersprachig präsentiert.

Pierrefonds
Typisch 19. Jahrhundert: Um die Gotik wieder auferstehen zu lassen hat der Architekt Viollet-le-Duc im Auftrag Napoleons III. die Burgruine komplett neu aufgebaut. Die romantischen Zinnen waren bereits mehrfach Filmkulisse. Im Inneren sind einige Räume möbliert und beherbergen eine Gusseisensammlung erster Güte.

Querrieu
Seit 300 Jahren ist dieses Schloss im Besitz der gleichen Familie. Nach Anmeldung ist es möglich, mit der Dame des Hauses den außergewöhnlichen Park und einen Flügel des Schlosses mit Mini-spiegelsaal zu besichtigen. Möchten Sie auch einen Tee auf der Terrasse mit Blick auf den Teich genießen?

Saint-Omer
In der Wasserlandschaft Flanderns rund um die Stadt werden jedes Jahr 5 Millionen Kohlköpfe herangezogen. Während einer Barkenfahrt kann man die Kathedrale bewundern, die zwar keine mehr ist, aber trozdem so heißt und aussieht.

Saint-Quentin
Wiederaufgebaut nach dem Ersten Weltkrieg ist Saint-Quentin das kleine Reims: Art-Deko und Gotik reimen sich hier problemlos. Selbst das Café des Bahnhofs ist voll durchgestylt mit der Rose der 1920er Jahre. Von hier aus ist es nicht weit bis zum Familisterium.
Senlis
Der kleine Stadtkern mit den herrschaftlichen Steingebäuden bildet einen schützenden Wall um die alles überragende Kathedrale mit ihren Turmriesen am Westportal. Weil der Ort eine perfekte Filmkulisse ist, wurden schon früh alle Telefonkabel unterirdisch verlegt. Das ist perfekt für die Reisefotos zu den zahlreichen Geschichten der Stadt. So perfekt, dass ich nie Zeit habe, ein Foto zu machen.

Septmonts
Ganz in der Nähe von Soissons liegt das verwunschene Septmonts, eine Mischung aus Mittelalter und Renaissance, deren Charme schon Victor Hugo erlegen ist.

Soissons
So beeindruckend die gotische Kathedrale ist, noch spannender ist die Ruine der Abtei Saint Jean des Vignes. Ein Spaziergang zwischen Türmen und Wasser, der Vase, die Chlodwig dort nicht erhalten hat und den Bohnen von Soissons.
Mit vielen Gedanken an Meike, die mir « ihre » Stadt erzählt hat.

Sommebucht
Saint-Valery-sur-Somme und Le Crotoy sind die beiden Städte nördlich und südlich der Bucht, die man beide besuchen sollte. Vom Süden hat man den besten Blick auf die Sommebucht, in Kombination mit einer langen Promenade und einem mittelalterlichen Stadtkern mit Feuersteinmotiven auf den steinernen Fassaden. Im Norden locken Sandstrand und Hafenambiente. Beide Orte kann man mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit der Dampflok erreichen. Der direkte Weg durch die Bucht ist nur mit meinen Kollegen, den Naturguides möglich. In Ault gibt es hohe Klippen und eine bewaldete Schlucht mit Villen aus der Jahrhundertwende.

Valloires
Die Abtei Valloires hat einen wunderbaren Garten, der von Gilles Clément nach Farben sortiert angelegt wurde. Vom Rosengarten aus ist der Blick auf die einzige vollständig erhaltene Klosteranlage des 18. Jahrhunderts, das noch heute privat genutzt wird. Die Übersetzung einer Führung ist aber möglich.










